Obama zieht die Konsequenzen aus der Ölpest im Golf von Mexiko: In den nächsten Monaten soll es keine neuen Bohrungen geben. (© NASA)
US-Präsident Obama will die Konsequenzen aus der beispiellosen Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko ziehen und in den kommenden sechs Monaten keine neuen Tiefsee-Bohrungen vor der Küste der USA zulassen. Innerhalb dieser Zeit soll eine Regierungskommission gebildet werden, die die Ursachen für die Ölpest ermitteln und weiteren Umweltkatastrophen vorbeugen soll. Aktuell wurden durch das Öl aus der am 20. April explodierten Bohrinsel “Deepwater Horizon” rund 160 Kilometer Küste verseucht. Die langfristigen Folgen für das empfindliche Ökosystem lassen sich bislang noch gar nicht abschätzen.
Seit gestern versucht BP das Ölleck mit der sogenannten “Top Kill”-Methode zu schließen. Dabei werden große Mengen Schlamm in das Bohrloch gepumpt, wodurch der Ölfluss zum Stillstand kommen soll. Momentan sieht es so aus, als könne BP mit dieser Methode Erfolg haben. Medienberichten zufolge ist der Ölfluss vorläufig zum Stillstand gekommen. Eine offizielle Bestätigung seitens BP steht allerdings noch aus. Im Internet kann man sich selbst ein Bild von den Arbeiten am Bohrloch machen: BP musste auf Drängen eines Abgeordneten einen Live-Stream zur Verfügung stellen, der hier zu finden ist (Windows Media Player erforderlich). (ok)