Der Ölkonzern BP ist es auch mit dem Projekt "Top Kill" noch nicht gelungen, den Ölfluss endgültig zu stoppen. (Foto: © BP)
Seit Mittwoch versucht der britische Ölriese BP das Ölleck der am 22. April gesunkenen Ölbohrinsel “Deepwater Horizon” mit der sogenannten “Top Kill”-Methode zu verschließen. Dabei wird unter hohem Druck Schlamm in das in rund 1,6 Kilometern Tiefe liegende Bohrloch gepumpt, um so hoffentlich endgültig den Ölfluss stoppen zu können. Sollte dies gelingen, wird das Loch anschließend mit Zement versiegelt. Nachdem am Donnerstagabend einige Medien berichtet haben, dass das Leck vorübergehend geschlossen sei, gibt es heute eine anderslautende Mitteilung von BP. Demnach strömt noch immer Öl und Gas aus dem Leck ins Meer.
“Wir haben den Ausstrom noch nicht gestoppt, daher ist das Ziel auch noch nicht erreicht”, ließ BP-Manager Doug Suttles verlauten. Laut BP kann es noch bis zu zwei Tagen dauern, bis man sagen mit Sicherheit sagen kann, ob die Aktion erfolgreich war oder nicht. Neusten Schätzungen zufolge sind täglich zwischen zwei und vier Millionen Liter Rohöl aus dem Leck in den Golf von Mexiko ge- flossen. Die Katastrophe im Golf von Mexiko ist somit offiziell die schlimmste Ölpest in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Arbeiten am Bohrloch können auch weiterhin über den Live-Stream im Netz verfolgt werden. (ok)