Medienberichten zufolge kostet die Öl-Katastrophe den britischen Ölriesen BP mittlerweile schon über eine Milliarde Dollar. (Foto: © BP)
Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko kann BP teuer zu stehen kommen. Experten schätzen, dass die Kosten, die seit der Explosion der Bohrinsel “Deepwater Horizon”, bei der elf Arbeiter ums Leben kamen, angelaufen sind, die Marke von einer Milliarde US-Dollar übersteigen haben. Dabei handelt es sich unter anderem um Kosten für die Säuberung der Küstengebiete, Entschädigungs- zahlungen und Kosten für die Versuche, das Ölleck in 1.500 Meter Tiefe abzudichten. Die BP-Aktie ist seit der Havarie der “Deepwater Horizon” um 30 Prozent gefallen. Experten gehen davon aus, dass die Kosten, die auf BP im Zusammenhang mit der verursachten Ölpest zukommen, zwischen 4 und 25 Milliarden Dollar betragen könnten. Noch ist unklar, wie groß der Schaden, den die bei- spiellose Katastrophe verursacht hat, überhaupt sein wird. Die meisten Umweltschäden werden sich auch durch finanzielle Ausgleichszahlungen nicht beheben lassen.
Aktuell sieht sich der britische Ölriese mit zahlreichen Boykott- aufrufen konfrontiert, die zusätzlich für gravierende Umsatzein- brüche sorgen könnten. Nachdem die Operation “Top Kill”, mit der das Leck abgedichtet werden sollte, wie auch schon andere Versuche vorher fehlgeschlagen ist, soll das Leck nun bis mindestens Ende August in dem aktuellen Zustand verbleiben. Man will jedoch heute oder morgen versuchen, mittels einer Glocke einen Großteil des Öls abzusaugen. Auch in diesem Fall teilte BP wieder mit, dass man zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen kann, ob das Projekt erfolgreich sein wird. (ok)