Ölkonzern BP hat am gestrigen Abend einen neuen Versuch gestartet, mit dem ein Großteil des austretenden Öls abgesaugt werden soll.
Der britische Ölriese BP hat nun im Kampf gegen die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko einen neuen Versuch gestartet, um zumindest einen Teil des ausströmenden Öls abzusaugen. Am Dienstagabend begannen Spezial-Roboter damit, die beschädigten Außenrohre in 1500 Meter Tiefe abzusägen. Danach soll eine Glocke über dem Leck platziert werden, das mittels eines Steigrohrs das Öl an die Meeresoberfläche in einen wartenden Tanker pumpt.
Einen ähnlichen Versuch hatte BP auch schon im vergangenen Monat unternommen. Damals scheiterte das Projekt, da sich Kristalle innerhalb der Glocke bildeten, die ein Absaugen des Öls unmöglich machten. Der neue Anlauf ist mit Risiken verbunden, denn nach dem Kappen der Rohre kann der Ölfluss zunächst stärker werden. Seit der Explosion und dem Untergang der Ölbohrinsel “Deepwater Horizon” versucht BP vergeblich das Leck zu schließen. Experten schätzen, dass täglich zwischen 2 und 4 Millionen Liter Rohöl ins Meer fließen. Der neue Versuch kann weiterhin über das Internet per Live-Stream verfolgt werden. (ok)