Offenbar haben die ersten Ölteppiche der havarierten Bohrinsel "Deepwater Horizon" die Küste Floridas erreicht. (Foto: © BP)
Offenbar bedroht die Ölpest im Golf von Mexiko jetzt auch die Küste Floridas. Fischer haben etwa 12 Kilometer vor der Küste des Badeortes Pensacola am Dienstagnachmittag mehrere Ölteppiche entdeckt. Die US-Küstenwache hat die Meldung mittlerweile bestätigt. Keith Wilkins vom Escambia County sagte gegenüber dem “Pensacola News Journal”, dass es unvermeidlich sei, dass das Öl die Strände erreichen wird. Noch ist unklar, wann es soweit sein wird. Laut der US-Wetterbehörde NOAA soll der Ölteppich die Küsten noch bis Donnerstag verschonen.
Vor der Küste werden bereits schwimmende Barrieren installiert. Aktuell versuchen die BP-Ingenieure, das defekte Steigrohr der havarierten Bohrinsel “Deepwater Horizon” abzusägen und eine Glocke über dem Leck zu platzieren, mit deren Hilfe das Öl in ein Schiff abgesaugt werden soll. Ob dieser Anlauf Erfolg haben wird, soll erst in einigen Tagen feststehen. Das Risiko ist groß: Durch das Absägen des Steigrohrs könnten kurzfristig größere Mengen Rohöl aus dem Leck austreten. (ok)