BP-Chef Tony Hayward hat zugegeben, dass der Ölriese nicht ausreichend auf eine Katastrophe wie im Golf von Mexiko vorbereitet war. (Foto: © BP)
Seit dem Untergang der Bohrinsel “Deepwater Horizon” am 22. April fließen täglich Millionen Liter Rohöl in den Golf von Mexiko. Zahlreiche Versuche, die Öl-Katastrophe einzudämmen und das Leck zu verschließen, schlugen fehl. In der vergangenen Woche kapitulierte Ölriese BP und teilte mit, keine weiteren Versuche, das Leck abzudichten, unternehmen zu wollen. Stattdessen soll ein Großteil des austretenden Öls mittels einer Glocke abgesaugt werden. Zudem wird bereits an Entlastungsbohrungen gearbeitet, die ihre Wirkung jedoch erst Ende August beweisen können.
Nun gab BP erstmals öffentlich zu, nicht ausreichend auf solch eine Katastrophe vorbereitet gewesen zu sein. Der “Financial Times” sagte BP-Chef Tony Hayward: “Es ist ohne Zweifel klar, dass wir nicht die Werkzeuge hatten, die man in seinem Werkzeugkasten haben will.” In der vergangenen Woche teilte der britische Konzern noch mit, dass man über die Technologie verfüge, mit der sich die Folgen der Explosion der Bohrinsel “beherrschen” ließen. Diese sei jedoch bislang noch nie zur Anwendung gekommen, da es in den vergangenen 20 Jahren keine vergleichbare Katastrophe gab. (ok)