Medienberichten zufolge ist es BP gelungen, das defekte Steigrohr zu kappen und eine Glocke über dem Leck zu platzieren. (Foto: © BP)
Nach der gescheiterten Operation “Top Kill” kann der britische Ölriese BP wieder etwas positives vom Leck der havarierten Ölbohrinsel “Deepwater Horizon” berichten. Den Ingenieuren des Unternehmens sei es gelungen, das defekte Steigrohr in der Nacht zum Freitag zu kappen und mittels Unterwasser-Robotern eine Absaugglocke über dem Leck zu positionieren. Mit dieser soll es möglich sein, einen Großteil des aus dem in 1500 Meter Tiefe liegenden Lecks austretenden Rohöls in einen Tanker abzusaugen. Noch ist allerdings unklar, ob die Operation “Top Cap” geglückt ist. Experten der US-Küstenwache meinen, dass es noch einige Tage dauern wird, bis man sagen kann, ob die Operation geglückt ist und in welchem Umfang der Öl abgepumpt werden kann.
Das Unternehmen arbeitet offenbar weiter an Techniken, mit denen sich das Leck vollständig abdichten lässt. So soll gegen Ende des Monats ein vollständig abgedichteter Öl-Absaugtrichter installiert werden. Eine endgültige Lösung können jedoch nur Entlastungsbohrungen sein, mit denen BP bereits begonnen hat. Laut BP ist mit einer Fertigstellung der Bohrlöcher jedoch frühes- tens im August zu rechnen. Die Arbeiten am Leck können auch weiterhin über einen Live-Stream von BP verfolgt werden. (ok)