Die Website "Boston.com" hat Bilder von ölverschmutzten Vögeln an der Küste Louisianas veröffentlicht. (Foto: © USFWS / Thompson)
Es sind grauenvolle Bilder: Die verheerende Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, die durch die Havarie der Ölbohrinsel “Deepwater Horizon” am 20. April ausgelöst wurde, fordert nun die ersten, unschuldigen Todesopfer. Während sich der gigantische Ölteppich mehrere Wochen wie ein Geist unter der Wasseroberfläche durch den Golf von Mexiko bewegte, wird nun, zum Start der jährlichen Hurricane-Saison, von immer mehr Küstengebieten gemeldet, dass das Öl das Land erreicht. Mit dem Öl kommt auch der Tod für zahlreiche Seevögel und Meeressäuger. Am schlimmsten hat die Ölpest bislang die sehr empfindliche Küste des US-Bundesstaats Louisianna getroffen. AP-Fotograf Charlie Riedel hat im Rahmen der bekannten “The Big Picture”-Bilderreihe auf “Boston.com” unter dem eindrucksvollen Titel “Gefangen im Öl” einige erschreckende Fotos von in zähem Ölschlamm versunkenden Seevögeln und Pelikanen veröffentlicht. Das Öl ist ein Todesurteil für die Vögel.
Eine weitere Bilderserie mit Bildern aus Lousiana wurde unter dem Titel “Das Öl erreicht die Küste Louisianas” veröffentlicht. Und es scheint erst der Anfang dieser gigantischen Umweltkatastrophe zu sein: Auch offizielle Stellen des US-Bundesstaats Florida melden, dass sie die Ankunft des ersten Öls an der Küste noch in dieser Woche erwarten. Der britische Ölriese BP versucht unterdessen weiterhin einen Großteil des Rohöls mittels einer Glocke, die über dem erst gestern gekappten Steigrohr in 1500 Meter Tiefe posi- tioniert wurde, abzusaugen. Eine endgültige Lösung ist diese Aktion jedoch auch noch nicht. (ok)