Wegen ihres hohen Zuckergehalts sollten Frühstückscerealien nur ab und zu gegessen werden. (Foto: © Pixelio / Sturm)
Frühstückscerealien mit Honig werden immer beliebter. Jetzt hat das Frankfurter Verbrauchermagazin Öko-Test mal 16 Produkte (vor allem aus gepufftem Weizen) unter die Lupe genommen und ließ die Hälfte der konventionellen Produkte prompt mit der Note “mangelhaft” oder “ungenügend” durchfallen. Zwar wurden sechs Produkte (u.a. Bio Dinkel-Pops von Rewe und Crownfield Golden Puffs von Lidl sowie die getesteten Bio-Produkte) mit “gut” bewertet, doch auch sie sollten wegen des hohen Zuckergehalts (teilweise bis 48%) nicht jeden Tag konsumiert werden. Die Bio-Produkte erhielten einen Pluspunkt, weil sie im Vergleich zu den konven- tionellen Marken deutlich weniger Zucker enthalten.
Abzüge gab es bei sechs Produkten (u.a. Korn Mühle Honey Wheat von Netto, Gut & Günstig Honey Wheat von Edeka, Honeyballs von Aldi und Granola Bee Pops von Penny) wegen ihrer erhöhten Acrylamidwerte. Acrylamid findet sich häufig in kohlenhydratreichen Lebensmitteln, die unter hohen Temperaturen produziert werden. Es steht in Verdacht, Krebs auszulösen. Erwähnenswert auch, dass fast alle Frühstückscerealien Spuren des Schwermetalls Cadmium enthielten, wenn auch noch nicht in bedenklicher Menge.
Viele Produkte wurden mit Vitaminen und/oder Mineralstoffen angereichert, was völlig überflüssig ist und nur dazu dient, den Verbrauchern einen nicht vorhandenen Zusatznutzen zu sugge- rieren. Vollkorngetreide enthält bereits die nochmals zugesetzten B-Vitamine, auch wenn der natürliche Gehalt durch die industrielle Verarbeitung verringert wird. Von einem Zusatz von Eisen in Lebensmitteln, wie er ebenfalls häufig bei Frühstückscerealien gefunden wird, rät das Bundesinstitut für Risikobewertung sogar explizit ab. Mit Ausnahme eines Produkts (Kellogg’s Smacks) waren alle getesteten Proben frei von Pestiziden und allesamt frei von Schimmelpilzgiften. (mh)