Laut BP-Chef Tony Hayward kann mit der Absaugglocke etwa die Hälfte des austretenden Öls aufgefangen werden. (Foto: © BP)
Nach Angaben des BP-Konzerns gibt es gute Nachrichten im Kampf gegen die Ölpest: BP-Chef Tony Haywars erklärte, dass mit Hilfe der Glocke, die über die lecke Ölquelle installiert wurde, “die Mehrheit” des ausströmenden Öls aufgefangen wird. Seit der Explosion der Ölplattform “Deepwater Horizon” am 22. April fließen Experten zufolge jeden Tag zwischen 2 und 4 Millionen Liter Rohöl in den Golf von Mexiko. Hayward spricht von etwa 10.000 Barrel Öl, die von den 12 bis 19.000 Barrrel austretenden Öls aufgefangen werden. Pro Tag werden demnach nun über 1500 Tonnen Öl aus der Quelle auf ein Schiff geleitet. Die aufgefangene Menge Rohöl soll nun schrittweise erhöht werden, allerdings liegt die Kapazitätsgrenze der Absaugvorrichtung laut einem Admiral der Küstenwache bei 20.000 Barrel täglich.
In einem BBC-Interview versprach der BP-Chef eine umfassende Wiederherstellung der Küste am Golf von Mexiko in seine ursprüngliche Form. Währenddessen läuft eine großangelegte Entschuldigungsaktion von BP, die sowohl im Radio und im Fernsehen als auch in Anzeigen und Zeitungen zu sehen ist. Hayward selbst bezeichnete das Unglück als Tragödie, die nie hätte geschehen dürfen. Vor allem in den US-Bundesstaaten Alabama, Mississippi und Louisiana richtete die Ölpest schon große Schäden an, von der Umweltkatastrophe ganz zu schweigen. BP will alle, die durch die Ölpest finanzielle Schäden erlitten haben, entschädigen. Derweil will die US-Regierung den Konzern zu einer Wiedergutmachung von 69 Millionen US-Dollar verpflichten. (mh)