US-Behörden haben wegen der Ölpest im Golf von Mexiko weitere Küstenabschnitte Floridas für den Fischfang gesperrt. (Foto: © BP)
Wegen der größten Ölpest in der Geschichte der USA, die sich unaufhaltsam der amerikanischen Küste nähert, haben die Behör- den immer mehr Küstenabschnitte für den Fischfang gesperrt. Inzwischen gilt das Fangverbot, das Behördenangaben zufolge als Vorsichtsmaßnahme verstanden werden soll, in rund einem Drittel aller Küstengewässer im Golf von Mexiko. Damit können die Fischer nun in einem Gebiet von einer fast 1500 km² großen Fläche nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen. Auch die Touristenstrände in Florida sind mittlerweile von der Ölkatastrophe betroffen. Erste Teerklumpen wurden hier bereits an Land gespült, doch die Strände sind für Touristen noch weiterhin offen. Wie US-Medien berichten, sollen die Strände erst dann geschlossen werden, wenn eine akute gesundheitliche Gefahr für die Menschen besteht.
Nach wie vor treten aus dem Leck der am 20. April explodierten Ölplattform “Deepwater Horizon” große Mengen Öl aus. Der verantwortliche BP-Konzern hat nach mehreren erfolglosen Versuchen nun eine Möglichkeit gefunden, zumindest einen Teil des austretenden Öls mit Hilfe einer Glocke aufzufangen. Etwa die Hälfte des Öls fließt aber weiterhin ungehindert in den Golf von Mexiko. Dies kann frühestens im August gestoppt werden, wenn zwei Entlastungsbohrungen abgeschlossen worden sind. (mh)