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Greenpeace: Größter deutscher Gentechnik-Saatgutskandal

Laut Greenpeace wurden auf bis zu 3000 Hektar Fläche in Niedersachsen mit Gen-Mais verunreinigter Mais ausgesät. (Foto: © Pixelio / Bouda)
Laut Greenpeace wurden auf bis zu 3000 Hektar Fläche in Niedersachsen mit Gen-Mais verunreinigter Mais ausgesät. (Foto: © Pixelio / Bouda)

Seit 2009 darf in Deutschland kein gentechnisch veränderter Mais mehr angebaut werden. Die Umweltschützer von Greenpeace haben jetzt jedoch den nach eigenen Angaben größten Gentechnik-Saatgutskandal in Deutschland aufgedeckt: Auf bis zu 3000 Hektar wird in Niedersachsen mit Gen-Mais verunreinigter Mais der Firma Pioneer Hi-Bred angebaut. Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Alexander Hissting ist empört, weil das zuständige Landwirt- schaftsministerium in Niedersachsen schon seit Anfang März von den Verunreinigung gewusst aber bislang nicht gehandelt habe.

Bei der jährlichen Frühjahrs-Analyse von Saatgut hinsichtlich gentechnisch veränderter Verunreinigungen wurden in neun Bundesländern positive Proben entdeckt. Alle Länder - bis auf Niedersachsen - haben sofort Maßnahmen zur Verhinderung der Aussat getroffen und die Vernichtung des Saatguts oder dessen Rückruf aus dem Handel veranlasst. Nun fordert Greenpeace das Landwirtschaftsministerium Niedersachsen auf, die Landwirte, die das betroffene Saatgut gekauft haben, umgehend zu informieren und eine Vernichtung der Pflanzen anzuweisen. Die Landwirte müssten eine Entschädigung von Pioneer erhalten und die betroffenen Flächen sofort der Öffentlichkeit genannt werden. (mh)

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