Hessen nutzt verstärkt Biomasse als Quelle für erneuerbare Energien. (Foto: © Pixelio / Müller)
Beim Ausbau der erneuerbaren Energien setzt Hessen vor allem auf Biomasse. Am Montag bezeichnete Umweltministerin Silke Lautenschläger Biomasse als “Rückgrat” des hessischen Energie- konzepts. Ihr zufolge liefert Biomasse (Holz, Biogas, Bioanteile aus Abfällen, Energiepflanzen, Stroh) aktuell fast 80% der aus regene- rativen Quellen gewonnene Energie in Hessen, also 10% mehr als im bundesweiten Durchschnitt. Beim Strom aus erneuerbaren Ener- gien beträgt der Anteil von Biomasse 40%, bei Wärme sogar 95%.
Lautenschläger präsentierte die “Biomassepotenzialstudie Hessen” vom Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie und dem Beratungsunternehmen Pöyry Environment, in der Daten erhoben wurden, die Aufschluss über die Nutzung und potenzielle Ausbaumöglichkeiten der Energie aus Biomasse geben. Damit stünden nun individuelle Angaben für alle hessischen Landkreise zur Verfügung. Demzufolge gibt es in Nordhessen die größten Zuwachschancen für Bioenergie (speziell in Waldeck-Frankenberg und im Schwalm-Eder-Kreis). Hessen will den Anteil der erneuer- baren Energien bis zum Jahr 2020 auf insgesamt 20% steigern. Dabei soll auch Biomasse künftig gefördert werden, in welcher Art und Höhe ist jedoch noch nicht bekannt. (mh)