Die US-Behörden haben die Vorschriften für Ölbohrungen vor der Küste deutlich verschärft. (Foto: © U.S. Coast Guard)
Als Reaktion auf die verheerende Ölkatastrophe im Golf von Mexiko in Folge der am 20. April explodierten Ölplattform “Deepwater Horizon” haben die US-Behörden die Vorschriften für Ölbohrungen vor der Küste verschärft. Laut den am Dienstag veröffentlichten Regeln muss nun jeder neue Bohreinsatz im Meer durch einen Ingenieur abgenommen werden. Auch die Vorschriften für die Verschalung und Zementierung des Bohrlochs sind nun strenger: Jedes zukünftige Bohrloch muss von mindestens zwei Schutz- schichten ummantelt werden und der Abdichtkopf muss von unabhängigen Dritten geprüft und abgesegnet werden.
Der Abdichtkopf, der bei der Explosion der “Deepwater Horizon” versagt hatte, muss in Zukunft über ein Notfall-Schließsystem verfügen, das auch bei einem Stromausfall bedient werden kann. Außerdem soll ein zweites Kontrollsystem installiert werden, mit dem der Abdichtkopf per Fernbedienung gesteuert werden kann. Grundsätzlich dürfen vorerst nur noch Ölbohrungen in einer Tiefe von bis zu 150 Metern durchgeführt werden. Neue Tiefsee- bohrungen sind bis auf weiteres verboten. Innenminister Ken Salazar ergänzte, dass Bohranlagen, die gegen die Sicherheits- vorschriften verstoßen, mit einer Schließung rechnen müssten. Auch die Behörde für Raumnutzung will in den nächsten Tagen neue Sicherheitsvorschriften aufstellen. (mh)