Die deutsche Solarbranche gerät angesichts der wachsenden Konkurrenz aus Asien und den USA zunehmend unter Druck. (Foto: © Pixelio / I-Ku)
Die fetten Jahre sind vorbei, der massive Konkurrenzdruck hat auch die deutschen Solarunternehmen erreicht. Wie die Unterneh- mensberatung Oliver Wyman in einer Marktanalyse herausfand, hat sich der Wettbewerb in der Solarbranche drastisch verschärft und die Marktführerschaft der deutschen Unternehmen wird von Konkurrenz aus den USA und Asien bedroht.
Jens Milnikel, Partner bei Oliver Wyman, erklärt in “Spiegel Online” wo das Problem liegt: “Die institutionellen Investoren und Privatanleger glauben nicht mehr an die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Photovoltaik-Unternehmen”. Dies liegt vor allem daran, dass auf dem deutschen Markt - nicht zuletzt wegen der preisgünstigen Konkurrenz aus Asien - die Margen sinken und dass sich in den USA und Asien immer mächtigere Konkurrenzfirmen positionieren. Für die deutschen Unternehmen bedeutet dies jetzt schon, ihre Preise senken zu müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, alleine im letzten Jahr sind die Preise für Solarmodule laut “Spiegel Online” um 20-30% gefallen.
Damit die deutsche Solarbranche der Konkurrenz standhalten kann, muss sie mehr Geld in Forschung investieren, forderte der CDU-Energieexperte Joachim Pfeiffer schon im März in einem Interview mit “Spiegel Online”. Im Vergleich zu anderen Branchen wie der Hightech-Branche, wo bis zu 12% des Umsatzes in Forschung investiert werden, liegt dieser Anteil in der Solarbranche bei gerade einmal 1,7%. (mh)