Die italienische Regierung arbeitet an einem vereinfachtem Solar-Genehmigungsverfahren. (Foto: © Pixelio / I-Ku)
Einem Bericht von “Wir Klimaretter” zufolge plant Italien das Genehmigungsverfahren für Photovoltaikanlagen bis 1 Megawatt zu vereinfachen. Dazu hat das italienische Parlament ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht. Mit dem Gesetz sollen verschiedene Richtlinien der Europäischen Union umgesetzt werden, unter anderem auch die Förderung, Zulassungsverfahren für Anlagen im Bereich Erneuerbare Energien in den EU-Mitgliedsstaaten zu vereinfachen und Genehmigungsprozesse für kleine Anlage zu verschlanken. Bis Ende 2010 sollen von der italienischen Regierung detaillierte Vorgaben zu dem vereinfachten Genehmigungsverfahren entwickelt werden.
“Damit wird endlich in Italien der Weg frei werden für landesweite ungehinderte und sichere Investitionen in Solaranlagen”, erklärt Svenja Bartels, Rechtsanwältin und Leitender Associate Partner für Energierecht von Rödl & Partner Padua. “Sie können Projekte im Bereich Erneuerbarer Energien nur finanzieren, wenn ein schnelles und rechtssicheres Genehmigungsverfahren gewährleistet ist. Es ist davon auszugehen, dass das Interesse der Investoren nun wieder deutlich zunehmen wird.” Die Solarenergie boomt in Italien weiter. Nach Meinung der Rechtsanwälte Rödl & Partner mache die im europäischen Vergleich hohe Einspeisevergütung verbunden mit der überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer Italien zu einem der attraktivsten Investitionsstandorte der internationalen Photo- voltaikbranche. Systembetreiber erhalten in Italien eine Förderung von bis zu 47 Cent pro KWh für Solarstrom, hinzu kommen die Einnahmen aus dem Stromverkauf. (ok)