Einem Gutachten der LBD-Beratungsgesellschaft zufolge führt eine Laufzeitverlängerung der AKWs nicht zu günstigerem Strom.
Die von der Bundesregierung angestrebte Laufzeitverlängerung wird nicht zu Entlastungen für die Verbraucher führen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten der LBD-Beratungsgesellschaft, das im Auftrag des Ökostromanbieters Lichtblick erstellt wurde. So führe eine Verlängerung der Laufzeit nicht nur zu keinerlei Ent- lastungen, sondern sorge zudem dafür, dass auch klimaschädliche Kohlekraftwerke länger am Netz bleiben und die Modernisierung des Kraftwerkparks verzögert wird.
Nach Meinung der Energiekonzerne sei Atomstrom deutlich günstiger als Strom aus erneuerbaren Energien. Eine Studie des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) kam zu dem Ergebnis, dass durch die Laufzeitverlängerungen pro Haushalt 144 Euro eingespart werden könnten. Laut der LBD-Studie sind es jedoch nur neun bis zwölf Euro, die jeder Haushalt weniger zahlen müsste. Durch die schwankenden Strompreise falle diese gering- fügige Ersparnis jedoch praktisch nicht ins Gewicht. Die erfor- derliche Modernisierung älterer Kraftwerke würde durch die Laufzeitverlängerung zur Nebensache. Nur durch den Ausstieg aus der Atomenergie könne der Weg für neue Energieanbieter frei gemacht werden. Die Studie finden Sie hier. (ok)