Kevin Costners Zentrifugen sollen den Golf von Mexiko vom Öl befreien. Die Idee dazu kam Costner schon im Jahr 1995. (Foto: New Orleans Lady)
Hollywood-Schauspieler Kevin Costner (”Waterworld”, “Der mit dem Wolf tanzt”) entwickelte in den 90er-Jahren eine Zentrifuge, mit der sich Wasser und Öl trennen lassen. Finanziert wurde die Entwicklung mit 15,6 Millionen Euro aus Costners Privatvermögen. Jetzt soll diese Zentrifuge beim Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko zum Einsatz kommen. Der britische Ölriese BP hat bereits 32 Zentrifugen geordert. Die Maschinen sollen in der Lage sein, jeweils 757 Liter Wasser pro Minute zu säubern. Täglich sollen mehr als 2 Millionen Liter Wasser durch die Zentrifugen fließen. Doch wie kam Costner überhaupt dazu, diese Maschinen zu entwickeln? Dem House Energy and Commerce Comittee sagte Costner, dass ihm die Idee während der Dreharbeiten zu seinem Film “Waterworld” im Jahre 1995 kam. “Wir filmten vor Hawaii und nutzten eine heruntergekommene Kopie der Exxon Valdez”, so Costner. “Eines Abends, nach einem zwölfstündigen Shoot, saß ich noch mit Dennis Hopper zusammen, er spielte den Kapitän der Deez. Wir tranken einige Biere nach einem anstrengenden Tag. Ich muss eingeschlafen sein als es mir wie ein Blitz kam! Das Design einer futuristischen Wasser/Öl-Separier-Zentrifuge, die eines Tages den Planet retten wird. So wurde die V20 geboren.”
Costner kaufte 1995 gemeinsam mit seinem Bruder das junge Unternehmen Ocean Therapy Solutions und investierte mehrere Millionen Dollar in die Verwirklichung seines Traums. Die Investition könnte sich für Costner gleich doppelt auszahlen: Zum einen verdient er durch den Verkauf der Zentrifugen einen hohen, zwei- stelligen Millionenbetrag und zum anderen hat er angeblich bereits ein Angebot von den Universal Studios über eine Verfilmung der Säuberungsaktion auf dem Tisch liegen.