In Ägypten kam es zu einer Ölpest, wie die Regierung nun bestätigte. Neben Touristenstränden sind auch Korallenriffe und Inseln betroffen.
Während die Ölpest im Golf von Mexiko immer noch die Bericht- erstattung in den Medien beherrscht und es bislang keine finale Lösung für die Abdichtung des Lecks gibt, kam es offenbar in Ägypten ebenfalls zu einem Ölunfall. Medienberichten zufolge wurden bereits 160 Kilometer Küste, darunter auch das beliebte Urlaubsziel Hurghada, mit Öl verschmutzt. Die Regierung hat sich tagelang nicht zu dem Vorfall geäußert. Wahrscheinlich, um Touristen, die in Kürze in das Land einreisen wollen, nicht abzuschrecken. Ersten Berichten zufolge sind bereits zahlreiche verendete Meerestiere, Vögel und Schildkröten gefunden worden. Um welche Menge Öl es sich handelt, ist noch unklar. In einigen Berichten wird von einigen Hundert Barrel gesprochen, in anderen von mehreren Tausend. Laut der Umweltorganisation HEPCA (Hurghada Environmental Protection and Conservation Association) tritt weiterhin Öl aus, obwohl die Regierung behauptet hat, das Leck sei bereits abgedichtet worden.
Laut der ägyptischen Umweltbehörde wird es nur einige Tage dauern, bis die Strände vom Öl befreit sind. Es wird jedoch langwierig sein, die empfindlichen Korallenriffe und die Inseln vom Öl zu befreien. Ein Schock für viele Taucher: Das Rote Meer und insbesondere die Region um Hurghada gehört wegen seiner traumhaften Unterwasserwelt zu den beliebtesten Tauchgebieten. (Foto: © Harald D. Wagner / ok)