München stellt 26 Millionen Euro für den Klimaschutz zur Verfügung um bis 2030 die Pro-Kopf-CO2-Emissionen zu halbieren.
Der Münchener Stadtrat bewilligte gestern das so genannte “Integrierte Handlungsprogramm Klimaschutz in München” (IHKM), das zum Ziel hat, die bayerische Landeshauptstadt zu einer der klimafreundlichsten Kommunen der Bundesrepublik zu machen. Bis 2012 will die Stadt über 500.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) einsparen - ein ehrgeiziges, aber nicht unmögliches Ziel, wie Münchens Dritter Bürgermeister Hep Monatzeder (Grüne) betonte. Monatzeder hat das Projekt zusammen mit dem Umweltreferat erarbeitet. Bis spätestens zum Jahr 2030 sollen die CO2-Emissionen pro Kopf in München nur noch halb so viel betragen wie im Jahr 1990 - das wäre eine CO2-Ersparnis von 3,15 Tonnen CO2 pro Einwohner und Jahr.
München will in den nächsten 3 Jahren 26 Millionen Euro in nach- haltige Umweltprojekte und Klimaschutz investieren. Dazu gehören Investitionen in die Anschaffung von Elektroautos, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Aufforstung der städtischen Wälder, für die alleine 900.000 Euro bereitgestellt werden. Zukünf- tig sollen viele Straßen mit LED-Lampen beleuchtet werden, die in den nächsten beiden Jahren schon 50% Energie einsparen sollen. Auch das Förderprogramm für Hauseigentümer, die in moderne Heizungsanlagen oder Wärmedämmung investieren, wird von derzeit 10 Millionen Euro auf 14 Millionen Euro aufgestockt. Beamte und Angestellte der Stadt sollen ebenfalls ihren Teil dazu beitragen, um das anvisierte Ziel zu erreichen. Sie werden dazu angehalten, für Dienstreisen öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und für kurze Wege das Fahrrad zu nehmen. Stadträtin Sabine Krieger (Grüne) hält die geplanten Maßnahmen für ökologisch sinnvoll und ist überzeugt davon, dass sie sich langfristig rechnen werden. (Foto: © Pixelio/Bratek / mh)