Nach einer Panne musste BP die Absaugvorrichtung über dem defekten Bohrloch im Golf von Mexiko mehrere Stunden abschalten.
BP hat die Abpumpvorrichtung, die über dem in 1.500 Meter Tiefe liegenden defekten Bohrlochs der “Deepwater Horizon”, wieder in Betrieb genommen. Der britische Ölkonzern musste die Arbeiten am Mittwoch unterbrechen und die Pumpe abstellen, nachdem die Vorrichtung mit einem Unterwasserroboter kollidiert war. Der Absaugtrichter musste zunächst überprüft werden, bevor das System seine Arbeit wieder aufnehmen konnte. Es bestand die Gefahr, dass sich Eiskristalle bilden und die Auffangvorrichtung komplett verstoßen. Über zehn Stunden soll das Öl wieder unge- hindert in den Golf von Mexiko geflossen sein. Zuletzt wurden über den Trichter etwa 25.000 Barrel Rohöl (etwa vier Millionen Liter) täglich in einen Frachter gepumpt. Nach aktuellen Schätzungen fließen täglich bis zu 60.000 Barrel Rohöl (rund 9,5 Millionen Liter) ins Meer. Laut BP sei es sogar möglich, dass täglich bis zu 100.000 Barrel (etwa 16 Millionen Liter) pro Tag austreten. (ok)