Nach einer aktuellen Studie des FVEE ist eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien bis 2050 möglich. (Foto: © DailyGreen / Karthaus)
In einer neuen Studie hat der Forschungsverbund Erneuerbare Energien (FVEE) die Frage untersucht, die eine zuverlässige, kostengünstige und robuste Vollversorgung mit erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2050 realisiert werden kann. FVEE-Sprecher Prof. Dr. Vladimir Dyakonov hat die Ergebnisse letzte Woche Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen überreicht. Röttgen erklärte, dass man an Zukunftsinvestitionen nicht sparen dürfe, wenn man die Ausbauziele für erneuerbare Energien erreichen wolle. Dazu gehöre eine Stärkung der Forschung und ein Ausbau der Netze. Die Ergebnisse der Studie, die bestätigt, dass sich Investitions- und Entwicklungskosten langfristig lohnen, sollen in die Arbeiten zum Energiekonzept der Bundesregierung einfließen, heißt es aus dem Ministerium. Die Wissenschaftler konnten in der Studie zeigen, dass eine Vollversorgung mit erneuerbaren Ener- gien bis zum Jahr 2050 möglich ist - vorausgesetzt es werden die entsprechenden Forschungsanstrengungen unternommen und die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Die hieraus resultie- renden Kosten würden langfristig niedriger sein als die herkömm- licher Alternativen.
Außerdem konnte die Studie zeigen, dass sich die Energieeffizienz eines nachhaltigen Energiesystems erheblich erhöhen lässt. Die Versorgung wäre dank der Vielfalt der erneuerbaren Energien in Kombination mit entsprechenden Speichertechnologien jederzeit sichergestellt, wenn der Stromverbrauch stärker an das jeweilige Angebot von Wind- und Solarkraft angepasst werden würde. In Phasen, in denen das Angebot erneuerbarer Energien eher gering ist, könnte der in Zeiten mit hohem Angebot aus Wind und Sonne erzeugte Strom in chemischen Energieträgern gespeichert werden und dann jeweils nach Bedarf ins Netz eingespeist werden. (mh)