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Evakuierung von Öl-Plattformen aus Angst vor Hurrikan

BP und Shell haben Mitarbeiter ihrer Ölplattformen im Golf von Mexiko wegen des drohenden Hurrikans Alex evakuiert. (Foto: © Chad Teer)
BP und Shell haben Mitarbeiter ihrer Ölplattformen im Golf von Mexiko wegen des drohenden Hurrikans Alex evakuiert. (Foto: © Chad Teer)

Die Öl-Konzerne BP und Shell haben aus Angst vor Hurrikan “Alex” die Evakuierung ihrer Öl-Plattformen und Bohrinseln im Golf von Mexiko eingeleitet. Wie das britische Unternehmen Shell Oil mitteilte, wurden von ihren Plattformen bereits 300 Arbeiter abgezogen, auch der Mineralkonzern BP traf ähnliche Vorkehrungen, wobei der Weiterbetrieb der Anlagen aber nicht gefährdet sei, hieß es. Gleiches gilt nach Angaben eines BP-Sprechers auch für den Kampf gegen die Ölkatastrophe. Die US-Küstenwache bestätigte, dass sich der Hurrikan abschwäche und vermutlich nicht über die Unglücksstelle ziehen wird, so dass die Arbeiten deshalb nicht unterbrochen werden müssten. Allerdings könnte ein ausgewachsener Wirbelsturm sehr wohl die Säuberungsarbeiten am Strand und das Abpumpen des Öls aus dem Meer behindern, dann müssten tausende Arbeiter und Schiffe verlegt werden. In einem solchen Fall würde der Fortschritt der Arbeiten stoppen und um bis zu 14 Tage zurückgeworfen werden.

Seitdem die Öl-Plattform “Deepwater Horizon” am 20. April im Golf von Mexiko explodierte, strömen täglich abertausende Liter Öl ins Meer. Plattformbetreiber BP saugt zwar inzwischen einen Teil des Öls mit Schiffen ab, doch das Leck in 1500 Meter Tiefe ist noch längst nicht geschlossen. Im August will BP Entlastungsbohrungen durchführen, mit denen das Leck unter Kontrolle gebracht werden soll. Ob und in welchem Ausmaß die Ölpest, die als die schwerste Ölkatastrophe in der Geschichte der USA gilt, durch einen Hurrikam verschlimmert wird, ist bislang noch völlig unklar. (mh)

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