Die Ölpest im Golf von Mexiko kommt BP immer teurer zu stehen, inzwischen laufen täglich 100 Mio. Dollar Kosten an. (Foto: © NASA)
Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko kostet den Ölkonzern BP Unternehmensangaben zufolge inzwischen 100 Millionen US-Dollar (umgerechnet 81 Millionen Euro) pro Tag. Insgesamt zahlte BP bislang 2,65 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 2,15 Milliarden Euro) für die Beseitigung der Umweltschäden, Rettungsmaß- nahmen und Entschädigungszahlungen für Betroffene. Dabei wird es aber wahrscheinlich nicht bleiben, denn BP muss einen Fonds über 20 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 16,2 Milliarden Euro) für weitere Entschädigungszahlungen einrichten und sich gegen mehrere Klagen zur Wehr setzen.
Laut einer Mitteilung des Konzerns kommen die Entlastungs- bohrungen gut voran, so dass man zuversichtlich ist, dass das Leck bis August unter Kontrolle gebracht werden kann. Das konnte jedoch nicht verhindern, dass die BP-Aktie weiterhin in freiem Fall ist und Aktionäre ihre Anteilsscheine am Unternehmen scharen- weise verkaufen. Am Freitag sank der Wert der Aktie um weitere 7% auf etwas über 300 Pence, das ist der tiefste Stand seit 14 Jahren. (mh)