Nach Ansicht der Bundesregierung ist in Deutschland ein Öl-Unfall wie im Golf von Mexiko ausgeschlossen. (Foto: © Chad Teer)
Nach Meinung der Bundesregierung ist eine Ölkatastrophe wie die im Golf von Mexiko bei der einzigen deutschen Ölbohrung in der Nordsee ausgeschlossen. Als Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen teilte die Bundesregierung mit, dass die Bohr- und Förderinsel Mittelplate bei Flut lediglich zwei Meter tief im Wasser steht. Bei Ebbe liege die Insel überwiegend auf dem Trockenen. Aus diesem Grund sei ein Unglück, bei dem Öl aus dem Meeresgrund austritt, ausgeschlossen. Nach Angaben des Bundesregierung wird die Ölförderung in der deutschen Nordsee schätzungsweise noch elf Jahre andauern. Dann seien die Felder erschöpft, heißt es.
Insgesamt wird in der Nordsee aus über 300 Erdöl- und Erdgas- feldern gefördert. Für den Zuständigkeitsbereich anderer Staaten liegen laut der Bundesregierung keine Erkenntnisse über Unglücksrisiken bei der Ölförderung vor. Im April explodierte im Golf von Mexiko die Ölbohrinsel “Deepwater Horizon” und löste so die schlimmste Ölpest in der Geschichte der USA aus. Das aus dem defekten Bohrloch austretende Öl ist bis heute nicht gestoppt. Seit Beginn der Ölpest sind viele Millionen Tonnen Rohöl ungehindert in den Golf von Mexiko geflossen und haben zahlreiche Gebiete der US-Küste verseucht. Eine Ende ist noch nicht abzusehen. (ok)