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Öko-Test: Top-Noten für naturtrüben Apfelsaft

Öko-Test bewertet die überwiegende Mehrheit von naturtrüben Apfelsäften als sehr gut oder gut. (Foto: © Metoc)
Öko-Test bewertet die überwiegende Mehrheit von naturtrüben Apfelsäften als sehr gut oder gut. (Foto: © Metoc)

Im Durchschnitt trinkt jeder Deutsche 8,5 Liter Apfelsaft jährlich und das aus gutem Grund, wie die aktuelle Untersuchung von Öko-Test gezeigt hat: 80% der Apfelsäfte, die das Verbrauchermagazin hat analysieren lassen, erhielt die Note “sehr gut” oder “gut”. Besonders empfehlenswert sind laut Öko-Test-Chefredakteur Jürgen Stellpflug “Streuobstapfelsäfte, wenn sie aus der Region und/oder aus Bio-Anbau stammen.” Apfelsaft von Streuobstwiesen stammt von hochstämmigen, in der Landschaft verstreut stehen- den Apfelbäumen und ist nicht nur hinsichtlich seines Geschmacks unvergleichlich gut, sondern auch ökologisch sinnvoll, denn auf den Streuobstwiesen findet man ein einzigartiges Ökosystem mit zahlreichen Tier- und Pflanzenarten. Auf Streuobstwiesen dürfen keine Dünger und Pestizide eingesetzt werden. Allerdings sind Streubobstbäume auch deutlich aufwändiger zu pflegen und zu ernten als herkömmliche Apfelbaum-Plantagen mit niedrigstämmigen, eng gepflanzten Bäumen.

Getestet wurden 25 regional und überregional gehandelte, naturtrübe Apfel-Direktsäfte auch Schadstoffe und Qualität. Von ihnen erhielten 7 die Note “sehr gut”, 13 die Note “gut” und 5 die Note “befriedigend”. Nur in 2 Produkten fanden die Tester Schadstoffe. Hierbei handelte es sich einmal um das Schimmel- pilzgift Patulin, das Leber und Nieren schädigen kann und als erbgutverändernd und evtl. krebserregend gilt. Patulin kann in Apfelsaft gelangen, wenn zu viele braunstellige Äpfel mitverar- beitet wurden. In einem anderen Apfelsaft wies das Labor einen leicht erhöhten Aluminium-Gehalt nach, der möglicherweise auf die Lagerung des Saftes in einem Aluminiumtank zurückzuführen sein könnte. Auch wenn Alumium für Erwachsene unproblematisch ist, kann es bei Kindern in größeren Mengen die Entwicklung des Nervensystems stören. (mh)

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