Greenpeace fordert Ölkonzerne in einem offenen Brief zur Einstellung von Tiefsee-Ölbohrungen auf. (Foto: © U.S. Coast Guard)
In einem offenen Brief an die Ölkonzerne BP, Esso, Total, Shell und ConocoPhillips fordert die Umweltschutzorganisation Greenpeace dazu auf, Ölbohrungen in der Tiefsee einzustellen. Greenpeace zieht angesichts der Katastrophe im Golf von Mexiko, den Schluss, dass “Haltebohrungen wegen der Gefahr schwerwiegender Unfälle nicht zu verantworten sind”. Sie seien technisch nicht beherrschbar und “aus Gründen des Meeres- und Klimaschutzes in keiner Weise vertretbar”. Die Opfer der aktuellen Katastrophe im Golf von Mexiko seien nicht nur die elf bei der Explosion der Ölplattform “Deepwater Horizon” ums Leben gekommenen Menschen, sondern auch die tausende Fischer, die durch die Ölpest ihre Lebens- grundlage verloren haben und die unzähligen Tiere, die qualvoll im Öl verenden. Greenpeace verweist auf frühere Ölunfälle, deren Auswirkungen auf das Ökosystem der Meere noch nach Jahr- zehnten spürbar waren und zu gravierenden Umweltproblemen geführt haben.
Ganz konkret fordert Greenpeace einen Stopp aller Öl-Bohrungen in der Tiefsee, was sowohl Probebohrungen als auch die Förderung von Tiefsee-Öl mit einschließt. Unter “Tiefsee” versteht Greenpeace eine Meerestiefe von mindestens 200 Metern. In dieser Tiefe können keine Taucher mehr arbeiten und eventuell vorhandene Schäden reparieren. (mh)