In den USA haben sich mehrere Tierschutzorganisationen zusammengetan und Klage gegen den Ölkonzern BP eingereicht. (Foto: © Strobilomyces)
Mehrere Tierschutzorganisationen haben am Mittwoch Klage gegen den britischen Ölkonzern BP eingereicht. Die Tierschützer werfen BP vor, gegen den Endangered Species Act (ESA) verstoßen und in Ölteppichen, die auf der Meeresoberfläche treiben und laut dem Unternehmen “kontrolliert” abgebrannt werden, vom Aussterben bedrohte Meeresschildkröten bei lebendigem Leib verbrannt zu haben. “Vom Aussterben bedrohte Meeresschildkröte, darunter auch die Atlantik-Bastardschildkröte, die zu den seltensten Meeresschildkröten der Erde zählt, sind im Öl gefangen und nicht in der Lage, sich selbst zu befreien, wenn das Feuer angezündert wird”, so die Tierschützer in ihrer Klage.
Die Klägergruppe, zu der das Centre for Biological Diversity, das Turtiel Island Restoration Network, das Animal Welfare Institure (AWI) und der Animal Legal Defence Fund gehören, wollen mit ihrer Klage einen sofortigen Stopp des Abbrennens von Ölteppichen erreichen, bis “geeignete Mechanismen entwickelt wurden, die ver- hindern, dass Meeresschildkröten bei lebendigem Leib verbrannt werden.” Seit Beginn der Ölpest sind bereits mehr als 500 Meeresschildkröten tot aufgefunden worden. In einer beispiellosen Rettungsaktion wollen Tierschützer Tausende Schildkröten-Eier vor der Ölpest retten. (ok)