Auch über zwei Monate nach der Havarie der Ölbohrinsel "Deepwater Horizon" gibt es keinen Durchbruch im Kampf gegen das Öl. (Foto: NASA)
Offenbar ist das Vorhaben, die Ölpest im Golf von Mexiko mit Hilfe des Riesentankers “A Whale” einzudämmen, vorerst gescheitert. Die taiwanesische Eignerfirma TMT teilte mit, dass heftiger Wellengang durch den Hurricane “Alex” einen Testlauf des riesigen Ölabsaugers verhindert habe. Das Schiff soll, wenn alles optimal läuft, bis zu 80 Millionen Liter Wasser-Öl-Gemisch pro Tag auf- saugen und trennen können. Ein Sprecher des Unternehmens teilte mit, dass man mehr Zeit brauche, um zu sehen, ob das Konzept aufgeht. Experten zeigen sich skeptisch, ob der Super-Tanker seine Aufgabe wirklich erfüllen kann. In der Vergangenheit sind zahlreiche Versuche, die Ölpest einzudämmen, gescheitert.
Der riesige Tanker, der etwa so hoch ist wie ein zehnstöckiges Hochhaus, wurde eigens für den Einsatz im Golf von Mexiko umgebaut. Schätzungen zufolge laufen seit der Explosion der Ölbohrinsel “Deepwater Horizon” im April täglich mindestens 6 Millionen Liter Rohöl aus dem Leck in 1500 Metern Tiefe. Etwa 4 Millionen Liter werden täglich von Tankern aufgefangen. Laut BP wurden seit dem Beginn der Ölkatastrophe 99 Millionen Liter Rohöl aus dem Meer gefischt. (ok)