Forscher beweisen: Der Duft von Jasmin hat beruhigende und entspannende Wirkung. (Foto: © Bernard Loison)
Wie eine Studie von Hans Hatt (Universität Bochum) und Helmut Hass (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) ergeben hat, können bestimmte Düfte der Jasminblüten beim Menschen eine ähnliche Wirkung haben wie Schlaftabletten oder Stimmungsaufheller. Die Forscher konnten im Tierversuch mit Mäusen zeigen, dass diese auf die Düfte der “Gardenia jasminoides” genauso reagieren wie auf Schlafmittel (Barbiturate) und Hypnotika (Propofol): Sie beruhigen, fördern den Schlaf und lösen Ängste. Diese Mittel können in Abhängigkeit von ihrer Dosierung schwere Nebenwir- kungen wie Depressionen, Muskelschwäche, Blutdruckabfall und Koordinationsstörungen hervorrufen.
Ein Jasminsträußchen im Schlafzimmer könnte bei Schlafstörungen und innerer Anspannung und Unruhe helfen, allerdings ist die Konzentration der Duftstoffe hier nicht so hoch wie im Mäuseexperiment. Nun wollen die Forscher die chemische Struktur der Jasmin-Duftmoleküle so verändern, dass ihre Wirkung noch verstärkt wird. So könnte der Jasminduft als Ersatz für Valium oder andere Beruhigsmittel eingesetzt werden. Allerdings ist noch unklar, ob auch sie dann Nebenwirkungen hervorrufen können. Das Ergebnis der Studie wurde bereits patentiert und gilt unter Experten als wissenschaftlicher Nachweis für die Grundlagen der Aromatherapie. (mh)