Auch an der Küste von Mississippi sind die Ausmaße der Ölpest dramatisch. (Foto: © U.S. Coast Guard)
Die Ölpest hat die Küste des US-Bundesstaats Mississippi inzwisch- en voll im Griff. Medienberichten zufolge treiben inzwischen nicht nur riesige Brocken gehärteten Öls an die Strände und verwandeln den Sand in eine klebrige Masse, auch die Feuchtgebiete im Landesinneren sind mittlerweile verdreckt. Die Ausmaße der Ölkatastrophe im Golf von Mesiko werden immer dramatischer. Am Donnerstag sollen hohe Wellen teilweise gehärtete Ölstücke in der Größe von Schulbussen an die Strände Mississippis gespült haben. Ein empfindliches Stück Marschland hinter einer Küstenstraße, die von einer Absperrmauer geschützt war, ist von dem öligen Wasser überflutet worden. Die Helfer fanden hier nur am Mittwoch die Kadaver von 35 Seevögeln mit ölverschmiertem Gefieder. Der Direktor der Mississippi Emergency Management Agency, Brian Adam, berichtet, dass das Öl mittlerweile ungehindert in die Feuchtgebiete im Landesinneren läuft, was Naturschützer unbe- dingt verhindern wollten. Der Bürgermeister von der betroffenen Gemeinde Waveland, ist total frustriert, weil der Ölkonzern BP nicht auf die Hilfsersuche der Gemeinden reagiert. (mh)