Durch den Streit um die Fundamente von Offshore-Windanlagen gerät deren Ausbau derzeit ins Stocken. (Foto: © Pixelio / Brockmann)
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat massive Bedenken gegen die derzeit gebräuchlichen Fundamente bei Offshore-Windanlagen geäußert, so dass deren Ausbau derzeit immer weiter ins Stocken gerät, weil vorerst keine Fundamente für weitere Windparks genehmigt werden. Wie die “Welt” berichtet, gibt es derzeit zwei Varianten, die eingesetzt werden: Zum einen werden Stahlfundamente eingesetzt, die durch Rammschläge im Meeresboden befestigt werden, hierzu sind pro Windrad etwa 15.000 Rammschläge erforderlich. Untersuchungen beim deutschen Pilot-Offshore-Windpark “alpha ventus” haben gezeigt, dass diese Arbeiten sehr laut sind und die empfindlichen Schweinswale aus ihrem Lebensraum vertreiben.
Die zweite Variante sind Schwerkraftfundamente aus Beton, die den Meeresboden versiegeln. Der Nachteil: Sie schaden den dort lebenden Muscheln und Krebsen. In einem Schreiben des BfN an das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), auf das sich die “Welt” beruft, heißt es, dass Schwerkraftfundamente keine gute Alternative sind und dass “durch Bohrung eingebrachte Fundamente” vorgezogen werden sollen. Das Problem dieser Methode ist, dass es keinen Anbieter gibt, der dieses Verfahren durchführt. (mh)