Gestern wurde mit dem Tausch der Kappe begonnen, die auf die spru- delnde Ölquelle im Golf von Mexiko gesetzt werden soll. (Foto: © BP)
Seit gestern versucht der Ölkonzern BP erneut, den Austritt des Öls, das seit der Explosion der Ölplattform “Deepwater Horizon” am 20. April 2010 in riesigen Mengen in den Golf von Mexiko strömt, zu stoppen. Mit einem neuen Deckel soll die sprudelnde Ölquelle versiegelt und der Ölaustritt ins Wasser gestoppt werden. Dazu wurde gestern in einem ersten Schritt ein Aufsatz von der Ölquelle entfernt, der bislang zumindest einen Teil des ausströmenden Öls aufgefangen hatte. In den nächsten Tagen soll dafür eine neue Kappe installiert werden, welche die gesamte Quelle bedecken und somit abdichten soll. BP-Angaben zufolge kann dies 4-7 Tage dauern. Bis die riskante Aktion abgeschlossen ist, fließt nun die komplette Ölmenge ungehindert ins Meer. Sollte der Tausch nicht funktionieren, will BP den alten Aufsatz wieder anbringen. Am Sonntag soll ein Abpump-Schiff dann mit dem Aufsaugen des Öls beginnen.
Gleichzeitig arbeitet BP mit Hochdruck daran, einen Nebenzugang zu dem Hauptbohrloch zu herzustellen, durch den bis Mitte August Schlamm und Zement geschossen werden sollen, um die Ölquelle zu versiegeln. Denn die neue Kappe ist - selbst wenn sie perfekt angebracht wird - keine Dauerlösung, da zumindest sind sich BP und der Ölpest-Sonderbeauftragte Admiral Thad Allen von der US-Küstenwache einig. (mh)