Trotz sommerlicher Hitze sollte man auf billige Raumklimageräte verzichten. (Bild: © Energieeffizienz jetzt)
Angesichts unglaublicher Temperaturen nahe der 40°C-Marke haben Raumklimageräte Hochkonjunktur. Doch die führenden Umweltverbände warnen davor, in der Hitze des Gefechts zu billigen Raumklimageräten zu greifen, da diese sowohl den Geld- beutel als auch die Umwelt belasten. Klimageräte sind nämlich regelrechte Stromfresser, so verbraucht ein Kompakt-Klimagerät der Effizienzklasse A schon im Durchschnitt 460 Kilowattstunden im Sommer - was den Verbraucher rund 100 Euro kostet und das Klima mit 287 Kilogramm CO2 belastet. In einem heißen Sommer übersteigt der Stromverbrauch eines Klimageräts sogar den eines Jahresverbrauchs eines Kühlschranks. Die Umweltverbände fordern im Rahmen ihrer gemeinsamen Kampagne “energieeffizienz - jetzt!”, dass solche Billig-Klimageräte nicht mehr vertrieben werden, sondern nur noch Geräte in den Handel kommen, welche die Effizienzmindeststandards der EU erfüllen.
Wer ein Klimagerät kaufen möchte, sollte dies nur in Fachbetrieben und nach eingehender Energieberatung tun. Noch besser ist allerdings auf die bewährten Kühltechniken zurückzugreifen, die weder den Geldbeutel noch die Umwelt belasten. Der BUND empfiehlt als kurz- und mittelfristige Kühlmaßnahmen: Schalten Sie versteckte Wärmequellen (z.B. ungenutze Kaffeemaschinen, Geräte im Standby-Betrieb) aus, schatten Sie von der Sonne beschienene Fenster mit Vorhängen/ Jalousien/ Markisen/ Rollos ab, schließen Sie in den Mittagsstunden die Fenster, lüften Sie nachts und morgens kräftig und sorgen Sie mittels Durchzug dafür, dass die warme Luft nach draußen entweicht. Wer unbedingt elektrische Kühlung wünscht, sollte wegen des deutlich geringeren Stromverbrauchs einen Ventilator einem Klimagerät vorziehen. Langfristig sollten Mieter und Hauseigentümer die Wohnungen und Häuser so gestalten, dass sie vor zu viel sommerlicher Wärme geschützt sind. Dazu gehört eine gute Gebäudedämmung ebenso wie eine Fassadenbegrünung. (mh)