In allen 100 größten Städten Deutschlands gibt es Öko-Gas-Tarife, die günstiger sind als der Grundversorger. (Foto: © Pixelio / Sturm)
Nach einer Untersuchung des Online-Vergleichsportals check24.de in 100 deutschen Großstädten können Verbraucher mit Biogas- und Klimatarifen überall deutlich sparen. In jeder der getesteten Städte gibt es mindestens einen Ökogas- oder Klimatarif, der günstiger ist als der Grundversorgungstarif des lokalen Gasversorgers. Im Durchschnitt liegt das mögliche Einsparpotenzial durch einen Anbieterwechsel bei einem 4-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden in den 100 größten deutschen Städten bei rund 247 Euro jährlich. Den Rekord erzielte Gera, wo eine Kostenreduktion von bis zu 716 Euro pro Jahr möglich ist. In 50 der 100 Städte ist der Biogas-Anbieter SauberEnergie der günstigste Biogas-Anbieter, in 15 weiteren Städten gehört er zu den drei günstigsten Anbietern. Bei SauberEnergie wird ein Biogas-Anteil von 5% garantiert. Am zweithäufigsten konnte der Klimatarif von 123Energie punkten, er bietet in 16 Städten den günstigsten Preis. Die Klimatarife von Secura Energie sind in sieben Städten, die von Mainova, Montana Gas und Entega in jeweils fünf Städten am günstigsten.
Grundsätzlich wird bei den Gasanbietern zwischen Biogas- und Klimatarifen unterschieden. Biogas-Tarife sind Angebote, bei denen ein Teil des Gases aus regenerativen Quellen (Abfall, Dünger, Energiepflanzen) gewonnen wird. Der Anteil des Biogases liegt in der Regel bei 5-10%, kann aber in EInzelfällen auch bis zu 100% betragen. Als Faustregel gilt: Je höher der Biogas-Anteil ist, desto teurer ist der Tarif. Bei den Klimatarifen wird kein Biogas ins Netz eingespeist, stattdessen verpflichten sich die Anbieter hier die durch den Gasverbrauch entstandene Menge CO2 durch die Förderung von Klimaschutzprojekten auszugleichen. (mh)