Der britische Ölkonzern BP plant nach der Ölkatastrophe in den USA neue Tiefseebohrungen vor der Küste Libyens. (Foto: © Chad Teer)
BP-Sprecher David Nicholas bestätigte Medienberichte, nach denen der Ölkonzern die nächsten Tiefseebohrungen plant. Spätestens in einem halben Jahr will BP eine Ölquelle im Mittelmeer vor der Küste Libyens erschlossen haben, in der sich große Mengen Erdöl und 850 Millionen Kubikmeter Erdgas befinden sollen.
Sicherheitsbedenken, die angesichts der aktuellen Ölkatastrophe im Golf von Mexiko laut wurden, wies der Konzern zurück. Nicholas erklärte, dass es zwischen den beiden Ölfeldern im Golf von Mexiko, wo am 20. April die Ölplattform “Deepwater Horizon” explodierte und die größte Ölpest in der Geschichte der USA verursachte, und dem Ölfeld in der Mittelmeerbucht Große Syrte keine Parallelen gäbe. Die Bohrung vor der libyschen Küste soll ind rund 1750 Metern Tiefe vorgenommen werden, also noch 250 Meter tiefer als im Golf von Mexiko. Bei der neuen Tiefseebohrung seien hohe Sicherheitsstandards gewährleistet, es seien zusätz- liche Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden, heißt es von BP. Den Angaben zufolge ist die Quelle in einer Gesteinsinformation mit geringer Durchlässigkeit eingeschlossen. Es soll eine Ölplattform vom Typ “Noble” zum Einsatz kommen, die vollständig kontrolliert wird. (mh)