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Gemüseverbrauch in Deutschland geht zurück

Eine Analyse der Agrarmarkt Informations GmbH hat ergeben, dass die Deutschen immer weniger Gemüse kaufen. (Foto: © Pixelio / Nöhren)
Eine Analyse der Agrarmarkt Informations GmbH hat ergeben, dass die Deutschen immer weniger Gemüse kaufen. (Foto: © Pixelio / Nöhren)

Offenbar stehen Tomaten, Paprika und Gurken bei immer weniger Deutschen auf dem Speiseplan. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Agrarmarkt Informations GmbH (AMI) auf Basis des GfK-Haushaltspanels. So sank der Verbrauch von Frischgemüse bei den deutschen Haushalten im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2009 um 3,5 Prozent auf 31 Kilogramm. Damit kauften die deutschen so wenig frisches Gemüse wie noch nie in den vergangenen acht Jahren. Ein Grund für den Rückgang des Gemüsekonsums dürfte der Preis sein. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der durchschnittliche Preis für ein Kilo Frischgemüse nämlich deutlich um sieben Prozent auf 2,21 Euro. Die anhaltend niedrigen Temperaturen in Spanien, dem wichtigsten Lieferland im Winter, und ein spätes Frühjahr in Deutschland sorgten dafür, dass die Einkaufsmengen erst im Juni das Vorjahresniveau überschritten.

Nicht alle Gemüsearten sind von dem Rückgang betroffen. Vor allem Nischenprodukte erfreuten sich im ersten Halbjahr 2010 großer Beliebtheit. Auch Kopfsalat, Endivien, bunte Salate, Kohlgemüse, Brokkoli, Spitzkohl, Chinakohl und Wirsing wurden stark gekauft. Anders sah es aber bei Fruchtgemüsen wie Gurken, Tomaten und Paprike aus. Bis auf wenige Ausnahmen wurden hier deutlich geringere Mengen als 2009 eingekauft. Ganz schlecht sah es für den Spargel aus: Im kalten und nassen Mai wurde so wenig Spargel gekauft wie noch nie in den vergangenen acht Jahren. (ok)

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