BP will in wenigen Tagen damit beginnen, das lecke Bohrloch im Golf von Mexiko endgültig zu versiegeln. (Foto: © Deepwaterhorizonresponse/cc)
Mehr als drei Monate nach der verheerenden Explosion der Bohrinsel “Deepwater Horizon” im Golf von Mexiko, die die größte Ölkatastrophe in der US-Geschichte ausgelöst hat, will BP das Ölleck in 1.500 Metern Tiefe endlich dauerhaft verschließen. Ab dem 2. August will der britische Konzern damit beginnen, Schlamm und Zement in das Bohrloch zu pumpen (”Static Kill”). Knapp eine Woche später soll das Leck dann über eine Entlastungsbohrung, an der das Unternehmen seit mehreren Wochen arbeitet, von unten versiegelt werden (”Bottom Kill”). Aktuell wird das Leck provisorisch durch eine Kappe verschlossen.
Laut dem Einsatzleiter der Regierung, Admiral Thad Allen, sei damit zwar das Bohrloch gestopft, das bereits ausgetretene Öl würde jedoch noch für mehrere Wochen an Land geschwemmt werden. Zu Beginn der Ölkatastrophe habe es auch mehrere Wochen gedauert, bis das Öl das Ufer erreicht habe. Ob die beispiellose Ölkatastrophe wirklich schon im August ein Ende finden wird, bleibt abzuwarten. (ok)