Leck spuckt Rohöl: Vor der Küste des US-Bundesstaats Louisiana ist es zu einem neuen Öl-Unfall gekommen. (Foto: © U.S. Coast Guard)
Kaum hat sich die Lage an dem defekten Bohrloch der im April explodierten Ölbohrinsel “Deepwater Horizon” etwas entspannt, werden die USA womöglich schon von einer neuen Ölkatastrophe heimgesucht. Ausgerechnet ein Boot der US-Küstenwache soll am Dienstag eine stillgelegte Plattform vor der Küste des US-Bundesstaates Louisiana gerammt haben. Kurz danach schoss eine etwa 30 Meter hohe Öl-Fontäne aus dem Bohrloch. Laut dem Krisenmanager der US-Regierung, Admiral Thad Allen, habe sich auf der Wasseroberfläche ein “leichter Ölfilm” gebildet. Die Menge des ausgetretenen Öls ist unbekannt, jedoch ist der Ölteppich bereits auf 1,6 Kilometer Länge und 50 Meter Breite angewachsen.
Das Gebiet wurde laut der Einsatzleitung bereits großflächig mit Ölbarrieren abgeschirmt. Eine schnelle Reaktion war deshalb möglich, weil die Einsatzkräfte wegen der Arbeiten am Leck der “Deepwater Horizon” praktisch vor Ort waren. Die Quelle in der Barataria-Bucht gehört angeblich dem Unternehmen Cedyco. BP habe mit dem Vorfall nichts zu tun. Die Briten arbeiten gerade daran, das Leck der “Deepwater Horizon” mit Schlamm und Zement zu verschließen. Die Quelle hat über mehr als drei Monate Millionen von Litern Rohöl in den Golf von Mexiko gespuckt. (ok)