Mit Bürgschaften will Bundesumweltminister Röttgen den Ausbau von Offshore-Windenergie vorantreiben. (Foto: © DailyGreen)
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) kündigte eine verstärkte Förderung der Offshore-Windenergie ein. Gegenüber dem “Hamburger Abendblatt” erklärte Röttgen, dass er sich für Investitionen beim Ausbau von Offshore-Windparks einsetzen wolle, um die erneuerbaren Energien in Deutschland weiter auszubauen. Dazu sollen Bürgschaften eingeführt werden, die von den Offshore-Windenergie-Unternehmen beantragt werden können. Diese sollen für das gesamte Spektrum der Windenergie eingesetzt werden können: von der Planung und dem Bau der Anlagen bis hin zur Stromeinspeisung, dem Netzausbau auf hoher See und der Anbindung an das Stromnetz auf dem Land. Durch die Bürgschaften erhalten die Hersteller, Betreiber und die finan- zierenden Banken mehr Planungssicherheit.
Röttgen plant, bis Ende 2011 feste Investitionsentscheidungen für 10 Windparks in der Nordsee und Ostsee zu erreichen. Außerdem will er eine Konferenz einberufen, in der die Netzanbindung der geplanten Windparks vor der deutschen Küste diskutiert werden soll. Der Minister bekräftigte auch nochmal das Ziel, bis 2020 über 10.000 Megawatt und bis 2030 über 25.000 Megawatt Strom durch Offshore-Windkraftanlagen produzieren zu wollen. Er hoffe, dass sich die Energieversorgung in Deutschland bis zum Jahr 2050 zu 100% durch erneuerbare Energien decken lasse. (mh)