Neue Ölpest in den USA: Das Bild zeigt einen Ölfilm auf dem Kalamazoo River, der in den Michigansee mündet. (Foto: © NWF)
Und wieder werden die USA von einer Ölpest heimgesucht. Diesmal ist nicht der Golf von Mexiko, sondern der Michigansee betroffen. Auslöser der neuen Ölpest ist eine gebrochene Pipeline in der Ortschaft Marshall im Bundestaat Michigan. Aus der am Montag gebrochenen Pipeline soll laut den Behörden bereits mehr als drei Millionen Liter Öl in den kleinen Fluss Talmadge gelaufen sein. Ein Teil des Öls ist den Angaben zufolge in den Fluss Kalamazoo geflossen, der wiederum in den Michigansee mündet.
Der Michigansee gehört zu den fünf größten Seen Nordamerikas. Wie die US-Umweltbehörde EPA mitgeteilt hat, wurden bereits Äcker, Marschland, Wohn- und Gewerbegebiete von dem aus der Pipeline ausgetretenen Öl verschmutzt. Aktuell sind zahlreiche Helfer damit beschäftigt, die Ölpest so gut es geht einzudämmen. Die beschädigte Pipeline gehört dem kanaischen Unternehmen Enbridge. Die Gouverneurin von Michigan hat das Unternehmen kritisiert, weil es nicht schnell genug auf den Vorfall reagiert habe. Laut Enbridge wurden bereits die Ventile der Pipeline geschlossen, damit nicht noch mehr Öl austreten kann. (ok)