In den letzten 60 Jahren ist der Bestand an Meeresplankton um 40% zurückgegangen. (Foto: © Pixelio / Völtz)
Die steigenden Temperaturen und der Klimawandel haben massive Auswirkungen auf die Ökologie der Ozeane. Wie Wissenschaftler herausgefunden haben, ist der Bestand der Meeresalgen in den letzten 100 Jahren massiv zurückgegangen. In 80% der Ozeanregionen wurde eine Abnahme des Bestands festgestellt. Besonders stark war die Abnahme in den Tropen und Subtropen, also Regionen mit besonders hoher Oberflächentemperatur. Die Forscher vermuten, dass die Erwärmung dazu führt, dass sich die Nährstoffe im Wasser nicht mehr so gut nach oben verteilen, was das Wachstum des Planktons hemmt.
Die Meeresalgen, auch Plankton genannt, produzieren laut dem Biologen Boris Worm von der kanadischen Dalhousie University etwa die Hälfte des Sauerstoffs in der Atmosphäre und bindet massenhaft CO2. Seit den 50er Jahren ist das Plankton um rund 40% zurückgegangen - eine erschreckende Entwicklung, denn ein deutlich geringerer Planktonbestand in den Meeren wirkt sich auf die gesamte Nahrungskette, einschließlich des Menschen, aus. Letztlich hängen auch die Erträge der weltweiten Fischerei- wirtschaft von dem Planktonbestand ab. (mh)