Selbst gesammelte Miesmuscheln und Austern können mit Algentoxin belastet sein. (Foto: © Pixelio / Franke)
Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) warnt davor, selbst gesammelte Miesmuscheln und Austern aus dem Wattenmeer zu essen. Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, könnten die Muscheln und Austern mit Algentoxinen belastet sein. Diese Toxine sind sehr hitzebeständig und können deshalb auch nicht durch Kochen unschädlich gemacht werden. Zwar gibt es keine akuten Funde, aber wegen der sommerlichen Wassertemperaturen, die zu einem erhöhten Algenwachstum führen, steigt auch das Risiko einer Toxinbelastung.
Deshalb müssen alle Miesmuscheln und Austern deutscher Her- kunft, die in den Einzelhandel gelangen, auch amtlich überwacht werden. Den Angaben der Behörde zufolge stammen alle Muscheln, die im Einzelhandel angeboten werden, aus zuge- lassenen und überwachten Erzeugungsgebieten. Diese können bedenkenlos verzehrt werden. Grundsätzlich sollten Verbraucher auch bei gekauften Miesmuscheln und Austern darauf achten, dass die Produkte frisch sind, denn wegen ihres hohen Proteinanteils können sie schnell verderben. Außerdem sollten Muscheln immer nur in erhitztem Zustand gegessen werden. (mh)