Auch die aktuellen Parfüms sind laut Öko-Test nicht frei von Schadstoffen. (Bild: © Öko-Test)
Öko-Test hat 25 aktuelle Parfüms (darunter 2 zertifizierte Naturkosmetikparfüms) im Labor untersuchen lassen. Die gute Nachricht: Im Vergleich zu früheren Untersuchungen hat sich das Ergebnis verbessert, dieses Mal erhielten “nur” weniger als die Hälfte der getesteten Parfüms die Note “mangelhaft” oder “unge- nügend”. Im Gegensatz zum letzten Test landeten mit acht “befriedigenden” und drei “ausreichenden” Düfte mehr Produkte im Mittelfeld. Allerdings sind die Top-Noten immer noch selten. Am ehesten sind Naturkosmetik-Produkte zu empfehlen.
An dem Grundproblem hat sich laut Öko-Test nicht viel geändert, das da heißt: allergieauslösende Duftstoffe. Sie sind immer noch in etlichen Parfüms enthalten, sechs Produkte enthielten sogar ein oder mehrere der als stark geltenden Allergene Eichenmoss, Baummoos, Isoeugenol und Cinnamal. Negativbeispiele hierfür sind Pure DKNY EdP von Donna Karan und Cristalle Chanel EdT. Das Labor fand in 10 Parfüms polyzyklische Moschusverbindungen und in einer Probe zusätzlich Nitromoschus-Verbindungen. Moschus- verbindungen können sich im Fettgewebe anreichern und die Leber schädigen, wie im Tierversuch nachgewiesen wurde. Auch Cashmeran, das sich ebenfalls im Körper anreichern kann, wurde in drei Produkten gefunden. Das umstrittene Diethylphthalat (DEP) wurde in vier Düften nachgewiesen, das ist deutlich seltener als in früheren Tests. DEP kann von der Haut aufgenommen werden und Veränderungen ihres Schutzmechanismus auslösen. In rund zwei Dritteln der getesteten Produkte wurden bedenkliche UV-Filter gefunden, die hormonelle Wirkungen haben können. (mh)