Mit Ausnahme von Apple verwenden die PC-Hersteller immer noch die giftigen Stoffe BFR und PVS bei der Produktion. (Foto: © Pixelio / Meister)
Medienberichten zufolge haben die meisten PC-Hersteller ihr Versprechen, ihre Geräte giftfrei zu produzieren, bislang nicht eingehalten. Die Fachzeitschrift c’t berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe, dass die Selbstverpflichtung der Hersteller, die sie vor vier Jahren über den Verzicht der gefährlichen Chemikalien BFR (Bromierte Flammschutzmittel) und PVC abgegeben hatten, bislang kaum eingehalten wird. Einzige Ausnahme ist derzeit Apple, die seit Anfang 2009 Ersatzstoffe verwenden. Dem Bericht zufolge sind diese Ersatzstoffe vergleichsweise teuer - außer Apple könnte sich kaum ein Unternehmen diese Mehrkosten leisten, da sie sich schon seit Jahren in einem heftigen Preiskampf befänden, der sich vor allem in den unteren Preisklassen abspiele, in denen die Gewinn- margen sowieso knapp seien.
BFR und PVC stellen bei dem Recycling von Elektroschrott, das vor allem in Ländern wie China, Ghana und Nigeria erfolgt, große gesundheitliche Gefahren. Insbesondere beim Zerlegen oder Verbrennen der Computer können akut und chronisch giftige und krebserregende Dioxine entstehen. Neben den Herstellern Acer, Dell, HP, Lenovo oder Samsung, die eine Umstellung auf Ersatzstoffe verschoben haben, kritisiert c’t auch die EU, da weder die EU-Kommission noch das EU-Parlament bislang ein Verbot der Stoffe durchgesetzt hat. (mh)