Die Deepwater Horizon-Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ist nun offiziell die schlimmste aller Zeiten. (Foto: © Chad Teer)
Die Zahl ist ein Horror: Jügsten Schätzungen zufolge sollen seit Beginn der Ölpest im Golf von Mexiko im April dieses Jahres rund 780 Millionen Liter (4,9 Millionen Barrel) Rohöl aus dem defekten Bohrloch in 1500 Metern Tiefe ausgelaufen sein. Der britische Ölkonzern BP war gerade mal in der Lage, etwa 127 Millionen Liter (800.000 Barrel) aufzufangen. Die Zahlen stammen von der US-Regierung und machen das Ausmaß des Ölpest deutlich: Es handelt sich nun offiziell um die größte Ölpest aller Zeiten.
Laut der US-Regierung soll es sich um die bislang genauesten Zahlen handeln. Man geht von einer maximalen Abweichung von plus/minus zehn Prozent aus. Die bislang schlimmste Ölpest ereignete sich 1979 ebenfalls im Golf von Mexiko. Damals verlor die Ölflörderanlage Ixtoc rund 3,3 Millionen Barrel Rohöl. Aktuell versucht BP erneut das Bohrloch endgültig zu verstopfen. Mit der Aktion “Static Kill” soll ab heute Bohrschlamm und Zement in das Loch gepumpt werden. Bis feststeht, ob die Aktion erfolgreich war oder nicht, können 2 bis 3 Tage vergehen. (ok)