Die explodierte Bohrinsel Deepwater Horizon. Mehr als drei Monate nach der Katastrophe ist es BP gelungen das Leck zu verschließen.
Mehr als drei Monate nach der Explosion der Bohrinsel “Deepwater Horizon” im Golf von Mexiko ist es dem britischen Ölkonzern BP gelungen, das defekte Bohrloch in rund 1.500 Metern Tiefe zu verstopfen und so den Ausfluss weiteren Öls zu stoppen. BP hatte in der Operation “Static Kill” Unmengen Schlamm in das Bohrloch gepumpt. Mittlerweile wird der Druck in dem Bohrloch laut BP “kontrolliert” und die Lage beobachtet. Je nachdem wie sich das Bohrloch verhält, wird Schlamm oder Zement nachgepumpt.
Die Briten sprachen von einem “bedeutenden Meilenstein”. Trotz des Erfolgs gibt es noch keine Entwarnung: In der kommenden Woche soll die Operation “Bottom Kill” starten, bei der Schlamm und Zement von unten in die Steigleitung gepumpt werden soll, um das Bohrloch endgültig zu verschließen. Schätzungen zufolge sind seit Beginn der Ölpest am 22. April rund 780 Millionen Liter Rohöl in den Golf von Mexiko geflossen. Nur ein Bruchteil davon konnte von BP abgesaugt werden. Laut der US-Regierung ist die “Deepwater Horizon”-Katastrophe damit die schlimmste Ölpest aller Zeiten. (ok)