Ecuador wird im Naturschutzgebiet Yasuni dank Eingreifen der Vereinten Nationen kein Öl fördern. (Foto: © Pixelio / Brünnagel)
Ecuador hat seine Pläne für eine umstrittene Ölförderung in einem Naturschutzgebiet aufgegeben. Es handelt sich hierbei um das fast 1 Million Hektar große Naturschutzgebiet Yasuni, das 1989 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt wurde. In diesem Reservat sollen sich drei Ölfelder befinden, die zusammen 846 Millionen Barrel Rohöl bergen. Das entspricht etwa einem Fünftel des gesamten ecuadorianischen Ölvorkommens. Der UN zufolge stellt die Ölförderung in diesem Gebiet eine Gefahr für die dort lebenden Pflanzen, Tiere und Menschen im Reservat dar.
Der Verzicht auf die Ölförderung wurde durch eine Vereinbarung mit den Vereinten Nationen möglich, nachdem diese dem südamerikanischen Land eine Entschädigung für entgangene Gewinne in Höhe von umgerechnet 2,7 Milliarden Euro zukommen lassen. Dieses Geld soll als Entwicklungshilfe verstanden werden und stammt aus einem eigens dafür eingerichteten Fonds, in den reiche Länder (darunter auch Deutschland) einzahlen sollen. Laut einem ecuadorianischen Botschafter soll Deutschland bereits 50 Millionen US-Dollar zugesagt haben, diese Summe ist jedoch noch nocht offiziell bestätigt. (mh)