Grüne, schwarze und gefüllte Oliven waren in einer Analyse von Öko-Test nahezu pestizidfrei. (Foto: © Pixelio / Digitalice)
Das Frankfurter Verbrauchermagazin hat 24 Oliven ins Labor geschickt und zu den grünen, schwarzen und gefüllten Oliven im Test eine gute Nachricht zu vermelden: In keiner Probe - bis auf eine Ausnahme - wurden Pestizidrückstände gefunden. Dass die eine Probe, in der doch Pestizidrückstände nachgewiesen wurden, ausgerechnet eine Bio-Marke ist, ist jedoch ebenso erstaunlich wie enttäuschend.
Auffällig ist jedoch, dass bei manchen schwarzen Oliven jedoch mit zu viel Färbemittel nachgeholfen wurde, wie z.B. bei den schwar- zen Oliven von Lidl, die einen hohen Eisengehalt aufwiesen. Eisensalze dienen zum Schwärzen der Oliven, die häufig grün (also eigentlich noch unreif) geerntet werden. Das Schwärzen mit Eisensalzen ist erlaubt, allerdings sollte dabei die Begrenzung der Zusatzstoffmengen eingehalten werden, erklärt Öko-Test.
Auch gefärbte schwarze Oliven dürfen einfach nur als “schwarze Oliven” bezeichnet werden, ein eindeutiger Hinweis auf die nach- trägliche Färbung ist nicht erforderlich. Wer wissen will, ob es sich um reife, also schwarz geerntete oder aber gefärbte Oliven han- delt, sollte den Rat von Öko-Test-Chefredakteur Jürgen Stellpflug beherzigen und sich die Zutatenliste des Produkts ansehen. Bei geschwärzten Früchten taucht hier die Färbesubstanz Eisen-II-Gluconat auf. Ein weiterer Kritikpunkt der Tester war, dass bei acht Produkten zu viele Oliven mit Druckstellen oder herausgefallenen Füllungen in der Verpackung enthalten waren. Laut internatio- nalem Lebensmittelkodex dürfen diese Schönheitsmängel nur bei einem bestimmten Prozentsatz pro Verpackung auftauchen. (mh)