Der von Geneco getestete VW Beetle wird von Methangas angetrieben, das von menschlichen Exkrementen stammt. (Foto: © Geneco)
Auf welche Ideen Menschen bei der Entwicklung umweltfreund- licher Autos kommen, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Groß- britannien: Die britische Recycling-Firma Geneco hat einen VW Beetle so umgerüstet, dass er mit Methan aus menschlichen Exkrementen betrieben werden kann. Das Modell “Bio Bug” wird demnach mit Gas aus einer Kläranlage betankt, was sich aber weder auf das Fahrverhalten noch auf die Geruchsemission beim Fahren negativ auswirken soll. Die Effizienz dieser Antriebsform ist allerdings beeindruckend: Das Methan, das aus dem jährlich anfallenden Toilettenabwasser aus 70 britischen Haushalten produziert wird, reicht aus, damit der Bio Bug rund 16.000 Kilometer weit fahren kann. Das entspricht etwas mehr als der durchschnittlichen Jahresfahrleistung der Deutschen.
Geneco-Chef Mohammed Saddiq beschreibt diesen speziellen Beetle als “das nachhaltigste Mobil weit und breit”, das übrigens derzeit tatsächlich in der Gegend von Bristol unterwegs ist. Sollte sich dieser erste Praxistest als erfolgreich erweisen, plant Geneco die Umrüstung seiner ganzen Fahrzeugflotte auf Methan. (mh)